Rundbrief 1/ 2017

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins der Togofreunde,

mit dieser Ausgabe möchten wir Ihnen die aktuellen Informationen über die Aktivitäten in unserem Verein mitteilen. Wir berichten über die neuen Wahlen zur Vorstandschaft, geben Informationen aus der Mitgliederversammlung weiter, sowie über unsere Projekte und Ehrungen.

Ich danke Ihnen für die Unterstützung, die Sie stets dem Verein geben und grüße Sie
Herzlichst

Ihr Samuel Husunu

 

Der Vorstand wurde am 12.05.17 neu gewählt.

Während der Mitgliederversammlung am 12.05.17 wurde der Vorstand neu gewählt. Als 1. Vorsitzender wurde ich gewählt. Herzlichen Dank für das Vertrauen. Auch wenn ich vor ca. 13 Jahren diese Funktion bereits innehatte, sind die Herausforderungen heute anders als damals. Ich werde das Beste tun und versuche den Verein, wie mein Vorgänger Siegbert Kemmer, voranzubringen. Dafür benötige ich Ihre Unterstützung und Mithilfe.

Als 2. Vorsitzender wurde Oliver Hägele gewählt. Schatzmeister blieb in bewährter Weise Michael Fuhr, ebenso Mireille Mathey als Schriftührerin. In ihren Ämtern wurden die Beisitzer Clemens Deutsch, Gabriele Hemmer, Romain Husunu und Kurt Klimperle bestätigt. Neu hinzu konnten wir Monika Pfahler, die bereits in der Vergangenheit dieses Amt begleitet hatte und Siegbert Kemmer als weitere Beisitzer gewinnen.

 

Kassenbericht

Schatzmeister Michael Fuhr gab in seinem Bericht einen Überblick über die Finanzlage des Vereins. Demnach wurden ca. 70.700,- € in 2016 eingenommen. Davon:

Beiträge und Spenden der Mitglieder: ca. 15.000,- €
Spenden und Zuschüsse von Förderern: ca. 55.700,- €. Darin enthalten ist der Zuschuss vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Höhe von 25.500,- € für den Bau der Mittelschule in Gbalave

Die Ausgaben betragen ca. 67.200,- €. Mit Stolz konnten wir vernehmen, dass von den Ausgaben, lediglich 230,- € als Verwaltungskosten (Porto und Beiträge zu Verbänden) ausgegeben wurden. Dies zeigt wiederum, dass die Spenden ausschließlich und fast zu 100% für die Projekte in Togo verwendet wurden.
Die Kassenprüfer bescheinigten eine ordentliche Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, was durch die Versammlung einstimmig erfolgte.

 

Die Projekte

Hörgeräte für Togo

In März 2017 weilte die Firma Iffland Stuttgart zu ihrem zweiten Einsatz in Togo. Mit 6 Hörgeräteakustikern und dem Firmenchef H. Marc Osswald wurden bei dem 2-wöchigen Aufenthalt in Kpalime, Togo, über 150 Menschen auf Schwerhörigkeit untersucht und mit Hörgeräten versorgt. Vier junge Togoer, darunter eine Krankenschwester der HNO-Station, wurden mit der Anwendung der Geräte vertraut gemacht und konnten die bereits im vergangenen Jahr erworbenen Kenntnisse weiter vertiefen. Sie betreuen weiterhin die Patienten in Abwesenheit der Spezialisten aus Deutschland. Das Ziel sei ja, dass die Togoer die dort installierten Geräten - Tympanometer, Audiometer, Fräsmaschine und Programmierstation - selbständig bedienen. Für das kommende Jahr hat die Planung bereits begonnen. Ein erstes Gespräch mit dem Geschäftsführer H. Marc Osswald und mit der Filialleiterin Regina Konrad fand bereits statt. Der Einsatz erfolgt voraussichtlich im März 2018.

Schulen

In der neu gebauten Mittelschule in Gbalave werden die Schüler erstmals im Umgang mit den Computern geschult. Der Leiter des von uns unterstützten Computerzentrums Info-Com in Kpalime kommt wöchentlich nach Gbalave, um Lehrer und Schüler anzuleiten.

Die Grundschule Lina-Sommer in Jockgrim hat im Mai einen Sponsorenlauf veranstaltet. Dabei wurde für die Partnerschule in Gbalave 5.500,- € gespendet. Mit diesem Geld soll in Abstmmung mit der Schulleitung in Gbalave ein Schulgarten angelegt werden. Ein Teil des Geldes wird für Lehr- und Lernmaterial, sowie zur Unterstützung der Hilfslehrer, die kein Gehalt vom Staat bekommen, verwendet.

Mit dem Schulrat Akakpo werden wir beim nächsten Besuch den Bedarf für die von uns unterstützten Schulen in der Diözese Aneho besprechen und Abhilfe leisten.

 

Ausbildungszentrum

Der Rotary Club Homburg-Zweibrücken sicherte uns seine Unterstützung zur Weiterentwicklung des Ausbildungszentrums in Gbalave zu.

„Einstimmig war das positive Echo, als die neue Präsidentin des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken, Charlotte Glück, in der Clubversammlung die Ausbildung junger Mädchen und Frauen in Afrika als wichtigste Förderaufgabe des Clubs im rotarischen Jahr 2017/18 ankündigte“ so war es in der Zeitung Pfälzischer Merkur v. 7.8.17 zu lesen. Der Lernbereich Elektriker soll ausgebaut und der Beruf speziell für die jungen Mädchen und Frauen attraktiv gemacht werden. Mit einem speziellen Ausbildungfond werden wir die ausbildungswilligen Mädchen unterstützen.

Im Ausbildungszentrum werden im Augenblick 56 junge Männer und 35 Mädchen und Frauen als Maurer, Schreiner, Schneider, Frisör und Elektriker aus- gebildet. Je nach finanzieller Möglichkeit sollen 2 weitere Berufe – Mechaniker und Schlosser – in Zukunft angeboten werden.

Momentan werden Schutzmaßnahmen im Ausbildungszentrum vorgenommen. Die Maurerlehrlinge sind zusammen mit ihrem Meister schon eifrig dabei das Ausbildungszentrum mit einer Mauer zu umgeben. Dadurch wird der Zugang erschwert, die Ziegen gelangen nicht mehr auf das Gelände, ebenso Personen, die nicht zu dem Ausbildungszentrum gehören. Diebstähle werden erschwert.

Die Straße, die von Kpalime nach Ghana führt, wird in Kürze modernisiert und asphaltiert. Eine Zunahme des Verkehrs ist zu erwarten. Daher dient diese Maßnahme ebenso zum Schutz unserer Lehrlinge.
Unser Bio-Garten wird von unserem Partner Simon Todzro, der selbst eine Anlage in der Nähe von Kpalime betreibt, weiter betreut. Dort sollen Praktikanten aus Togo und aus dem Ausland angelernt werden.
Das Geld, ca. 7.000,- €, das von den Sternsingern in Jockgrim und Hatzenbühl gesammelt wurde, wurde über das Kindermissionswerk in Aachen dem Ausbildungszentrum zur Verfügung gestellt. Ein Herzliches Dankeschön an die jungen Läufer, an die Begleiter und an die Spender.

 

Ehrungen

Während der Mitgliederversammlung wurden folgende Mitglieder geehrt: Siegbert Kemmer als Ehrenvorsitzender
Kurt Klimperle als Ehrenmitglied
Pfr. Marian Schwark in Togo als Ehrenmitglied.

Siegbert Kemmer engagierte sich seit 1972 in Togo, zuerst bei der „ Aktion Togo“ in Zusammenarbeit mit der Arbeiterbildungsstätte Jockgrim unter Leitung von Pfarrer Franz Krob, dann war er später Gründungsmitglied des Vereins. 13 Jahre leitete er den Verein. In seiner Dankesrede betonte er:“ Die Arbeit des Togovereins ist eine Erfolgsgeschichte. Bildung, Ausbildung und Gesundheitswesen standen und stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Der Bau von Kindergärten, Grundschulen, das Ausbildungszentrum ... Vielen Menschen, Kindern, Erwachsenen, Studentinnen, Studenten konnte durch Paten geholfen werden. Waisenhäusern, einem Lepradorf in Akata, dem Aids-Krankenhaus in Kpalime: Sie erfuhren finanzielle Unterstützung und materielle Hilfen.“ Dies ist nur möglich durch das Engagement aller.

Kurt Klimperle engagierte sich seit der Gründung des Vereins in vielfältiger Weise. Er legte die Homepage des Vereins an und führte diese über viele Jahre hinweg. Der Aufbau des EDV Zentrums in Kpalime ist sein Verdienst. Unzählige Computer samt Zubehör machte er für den Transport nach Togo “startklar“. Als Schulrektor in Rheinzabern förderte er die Partnerschaft der damaligen Römerbadschule mit einer Schule in Togo.

Pfr. Marian Schwark lebt seit über 40 Jahren in Togo. Er war Nationaldirektor der OCDI/Caritas in Togo und kennt sich sehr gut mit der Entwicklungshilfe und mit den Verhältnissen in Togo aus. Er unterstützte uns bei der Realisierung einiger Projekte und überwacht selbst die Projekte mit dem Lepradorf Akata und dem Aids-Krankenhaus in Kpalime.

Danke an unsere Unterstützer

Gerade vor zwei Tagen erreicht uns das Schreiben einer jungen Frau aus Togo. Der Mann ist arbeitslos und das Geld, das sie verdient, reicht kaum, um die Familie zu ernähren. Ihre 3 Kinder erhalten Unterstützung von unserem Verein und konnten die Schule besuchen: „Wie üblich haben die Kinder gerade das Schuljahr beendet- Gott sei Dank. Sie bedanken sich unendlich für all das was Sie gerade für ihre Zukunft tun. Nur Gott kann Ihnen danken. Espoir hat die Prüfung gemacht, die Ergebnisse sind noch nicht bekannt, aber Pierre hat die Mittlere Reife bestanden und Ruth kann in eine höhere Klasse wechseln. Wir sind glücklich, dass es so ist, und danken dem Verein für die Hilfe. Ohne Euch können wir gar nichts. Möge Gott Sie alle segnen“